The Fjord
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Zu den jagenden Orcas und Buckelwalen in den Fjorden Nordnorwegens

Nirgendwo sonst in Europa treffen zwei Lebensräume so unmittelbar aufeinander wie in den Fjorden Nordnorwegens. Insbesondere in den Wintermonaten bieten die Gipfel der norwegischen Skanden eine Kulisse für besondere Gäste aus dem Nordatlantik. Skrei und Hering ziehen in die Fjorde und locken nicht nur Fischer, sondern auch Buckelwale und Orcas in die Fjorde, während in den langen Nächten die Nordlichter am Himmel tanzen.

Und doch beginnt unsere Reise in einer völlig anderen Welt: Keine fünf Autostunden von der Küste entfernt liegt das Fjell Finnisch-Lapplands – eine Landschaft, deren Klima, Ökosysteme und Landnutzung kaum unterschiedlicher sein könnten als die der Fjorde. Genau dieser Kontrast auf engstem Raum macht die Region zu einem idealen Ausgangspunkt, um die Zusammenhänge zwischen Geo- und Biosphäre zu verstehen.

Die Tour

Die norwegische Küste bietet zahlreiche Beispiele dafür, wie sich Mensch und Natur den Lebensraum und dessen Ressourcen teilen müssen. Marine treffen hier unmittelbar auf terrestrische Ökosysteme, was einzigartige Möglichkeiten bietet, die dadurch entstehenden Zusammenhänge und Konflikte zu sehen und zu verstehen. Während wir traumhafte Wanderungen unternehmen und die jagenden Buckelwale und Orcas mit eigenen Augen sehen, wollen wir diese Region als einen Raum voller Zusammenhänge und Abhängigkeiten erkunden und verstehen. 

Im ersten Teil der Winterexkursion reisen wir mit dem Zug von Stockholm aus nach Kiruna und von dort in das finnische Lappland. Hier widmen wir uns dem Fjell als terrestrischem Ökosystem. Tageswanderungen und thematische Einführungen vermitteln ein Grundverständnis für die geomorphologischen und ökologischen Prozesse des skandinavischen Nordens - Wissen, das uns hilft, die Unterschiede und Wechselwirkungen zur Küste im weiteren Verlauf der Reise einzuordnen. Anschließend reisen wir mit dem Auto weiter an die norwegische Küste.

Im zweiten Teil der Reise erreichen wir dann die Insel Uløya und die Fjorde von Kvænangen. Statt Rentierweiden und kontinentaler Kälte bestimmen nun steile Fjordwände, maritimes Klima und das Zusammenspiel von Fischerei und mariner Ökologie den Lebensraum. Hier erkunden wir mit Hilfe unterschiedlicher Tageswanderungen die Siedlungsgeschichte und Geografie der Küstenregion und beobachten Orcas und Buckelwale bei der Heringsjagd. Da die Fischerei eine der größten Einnahmequellen der Region ist, werden wir uns mit ihren Vor- und Nachteilen sowie ihren ökologischen Auswirkungen beschäftigen. Einen thematischen Fokus legen wir dabei insbesondere auf den wachsenden Sektor des Fishfarmings.

Unter den harten Bedingungen des arktischen Winters werden die engen Beziehungen zwischen Geo- und Biosphäre, sowie Natur- und Kulturraum besonders sichtbar. Diese Zusammenhänge bilden nicht nur das Rückgrat der Geographie und Landeskunde als Wissenschaft. Die Erkenntnis dieser Abhängigkeiten ist oft die Grundlage für ein Verständnis der immer komplexer werdenden globalen Probleme und Konflikte. Für die TeilnehmerInnen bietet dieser geographische Blick auf zwei eng miteinander verbundene Lebensräume einen neuen Blickwinkel, der durch die intensiven Erfahrungen bei einer Schneeschuhtour, den Walbeobachtungen an der Küste oder letztlich durch das nächtliche Nordlicht verstärkt wird. Die besondere Betroffenheit der arktischen Lebensräume durch den Klimawandel soll die Teilnehmer zusätzlich für die Auswirkungen der voranschreitenden klimatischen Veränderungen sensibilisieren.


Details zur Reise

Gruppengröße

8-12 Teilnehmer*innen

Termine & Preise

06.-14.11.2026
15.-23.11.2026

2.550 € (zzgl. Anreise nach Stockholm und Rückreise ab Narvik)

Unverbindlich anfragen

„Die Natur, stark und wild, ist wie eine alte, in Schnee gemeißelte Sage, die manchmal in so feiner und zarter Stimmung ist wie ein Gedicht.“

Friedjof Nansen, 1861-1939, norwegischer Polarforscher