“Glaciers of Pakistan”
Trekking-Expedition zu den Gletschern des Karakorum
Zwischen gewaltigen Achttausendern, türkisblauen Seen und jahrhundertealten Bergdörfern. Wir landen direkt ins Herz des Karakorum. Vom Nanga Parbat Basecamp über die legendären Fairy Meadows bis hin zum Hochlager am Patundas. Begib dich mit uns auf eine Expedition, die Abenteuer, Kultur und unvergessliche Natur vereint.
Die Tour
Nepal kennt jeder – aber wusstest du, dass vier der vierzehn Achttausender in Pakistan stehen? Ein Land, das oft unterschätzt wird und voller Vorurteile ist, in Wirklichkeit aber warmherzig, sicherer als viele denken und beeindruckend vielfältig. Pakistan ist das noch unentdeckte Nepal – wilder und rauer. Wir reisen durch das Karakorum, überqueren Gletscher und erleben Bergdörfer, in denen die Zeit langsamer läuft. Glaciers of Pakistan ist eine Reise, die zeigt, wie anders dieses Land wirklich ist.
Die Gletscher des Karakorums
Wer außerhalb der Polarregionen die längsten Eisströme der Erde sehen will, muss nach Pakistan. Mit dem Siachen, Biafo und Baltoro liegt hier ein Gletschersystem, das die Alpen wie ein Vorgebirge wirken lässt. Der Grund für diese Dimension: Nirgendwo sonst treffen so viele Sechs- und Siebentausender auf so engem Raum zusammen, und ihre Akkumulationsgebiete liegen so hoch, dass Schnee auch im Hochsommer nicht in Form von Regen fällt. Genau deshalb hat sich der Karakorum einen wissenschaftlichen Sonderstatus erarbeitet. Während die meisten Gebirgsgletscher der Welt seit den 1970er Jahren dramatisch an Masse verlieren, blieben die Karakorum-Gletscher lange stabil oder wuchsen sogar leicht – ein Phänomen, das die Forschung als "Karakorum-Anomalie" bezeichnet. In den letzten Jahren hat sich allerdings auch dieser Trend umgekehrt. Für die Menschen im Einzugsgebiet des Indus ist das keine akademische Frage: Die pakistanische Landwirtschaft, das größte zusammenhängende Bewässerungssystem der Erde, hängt an dem, was diese Eiskörper an heißen Julitagen abgeben. Wir erleben diese Landschaft aus nächster Nähe – beim Patundas Trek überqueren wir den Passu-Gletscher und steigen bis auf 4.400 Meter auf. Ein direkter Blick auf eine der letzten großen weißen Flächen eines sich rasant wandelnden Klimasystems.
Details zur Reise
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14 Reisetage inkl. Übernachtungen und Verpflegung in Gästehäusern
Transferfahrten
Guidung vor Ort durch Alexander Snatenkov
Lokale Guides während der Gletscher Passagen
Gebühren für Nationalparks
2 fachliche Vorträge (via Zoom) vor der Reise
Unterstützung/Anleitung Visa Antrag
nicht inbegriffen:
Flug nach/von Islamabad (ab ca. 900 €)
Innlandflug nach/von Skardu (ca. 200 €)
Visa
Trinkgelder
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Geologische Entstehung und Reliefentwicklung des Karakorums
Glaziale Formen und Prozesse
Naturgefahren
Hydrologische Bedeutung von Gletschern
Klimatologie
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Diese Reise ist als anspruchsvolles Trekking angelegt und richtet sich an sportlich aktive Menschen, die Freude an mehrtägigen Bergunternehmungen haben und mit einfachen Bedingungen umgehen können. Wer regelmäßig wandert, ausdauernde Bergtouren im Alpenraum kennt und keine Scheu vor mehreren aufeinanderfolgenden Tagen im Zelt hat, bringt gute Voraussetzungen mit.
Der zentrale Punkt ist die Höhe. Wir bewegen uns über weite Strecken zwischen 2.500 und 3.500 Metern und erreichen mit der Patundas-Ridge auf 4.400 Metern den höchsten Punkt der Reise. Wie der Körper auf diese Höhe reagiert, lässt sich vorab nur bedingt trainieren – Höhenverträglichkeit ist individuell und nicht linear mit Fitness verknüpft. Der geplante Ablauf berücksichtigt das: Wir steigen schrittweise auf, planen Akklimatisationstage ein und beginnen den Gipfelaufstieg auf die Patundas-Ridge früh am Morgen, um genügend Reserven für den Abstieg zu haben. Trotzdem sollte bewusst sein, dass Höhe fordert – auch trainierte Körper reagieren mit Kopfschmerzen, Appetitmangel oder unruhigem Schlaf, insbesondere in den ersten Nächten oberhalb von 3.500 Metern.
Konkret gefragt sind Ausdauer für Wanderungen von sechs bis acht Stunden mit moderatem Gepäck, Trittsicherheit auf unbefestigten Pfaden und Gletschermoräne sowie eine grundsätzliche Bereitschaft, unter einfachen Bedingungen zu leben – Zeltübernachtungen, Selbstversorgung im Basiscamp, tagelang ohne Dusche, mit dem Wetter als bestimmendem Faktor. Der Passu-Gletscher wird zu Fuß überquert; das erfordert Konzentration und die Fähigkeit, den Anweisungen der lokalen Guides zu vertrauen.
Mindestens ebenso wichtig ist die mentale Verfassung. Pakistan ist kein durchgetaktetes Reiseland – Straßensperren, geänderte Zeitpläne, spontane Umleitungen und andere Rhythmen gehören dazu. Wer bereit ist, sich darauf einzulassen, wird mit Erlebnissen belohnt, die anderswo kaum noch zu haben sind. Wer strikte Planbarkeit braucht, wird an dieser Reise nicht glücklich.
Kurz gesagt: Gute Grundkondition, alpines Wandererfahrung, ein gesundes Verhältnis zum eigenen Körper und die Offenheit, in einer der außergewöhnlichsten Gebirgslandschaften der Welt auch mal an persönliche Grenzen zu stoßen.
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Wir werden immer wieder gefragt, welche Menschen an unseren Reisen teilnehmen. Hier eine generelle Aussage zu treffen fällt natürlich unglaublich schwer. Trotzdem zeichnet sich ein Trend ab, durch den wir die Teilnehmenden auf unseren Reisen gut beschreiben können. Generell nehmen hauptsächlich Menschen zwischen Mitte zwanzig und und Ende dreißig an unseren Reisen teil. Bei komfortableren Reisen steigt der Altersdurchschnitt meist ein wenig an. Wir setzen aber bewusst auf keiner unserer Touren Altersgrenzen fest. Sofern die körperlichen Voraussetzungen, die Freude an einer Gruppe und die Offenheit gegenüber den Mitreisenden gegeben sind, freuen wir uns über jeden Menschen, der eine besondere Zeit mit uns verbringen möchte. Thematisches Vorwissen oder eine wissenschaftliche Ausbildung sind keineswegs Voraussetzung für ein Verständnis der Inhalte.
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detaillierte Infos folgen in Kürze
Gruppengröße
8-12 Teilnehmer*innen
Termine & Preise
28.08.-12.09.2027
2.750 € (zzgl. Flüge)
Unverbindlich anfragen
„Nirgendwo sonst auf der Erde ist die Landschaft so gewaltig, so überwältigend, so unbarmherzig schön wie hier.“
Fosco Maraini 1958 (italienischer Alpinist und Ethnologe)